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Klinischer Leitfaden für okklusale Prothesenränder: Funktion, VDO und schrittweise Anwendung

Okklusionsränder der Prothese– auch Bissränder genannt – dienen nicht nur der bloßen Aufzeichnung des Bisses eines Patienten. Sie spielen eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung Ihres Zahntechnikers bei der Auswahl der richtigen Zahngröße und -form, beim Festlegen der korrekten Position der Inzisalkante und bei der Festlegung ästhetischer Zahnfleischkonturen für die endgültige Prothese.

Bissränder werden aus Wachs hergestellt, das direkt auf den Restkamm des Patienten aufgetragen wird. Sie bieten die stabilste Grundlage für das Setzen von Prothesenzähnen und gewährleisten so optimale Funktion und Langlebigkeit. Diese Ränder zeichnen auch die okklusale vertikale Dimension (VDO) des Patienten auf – den vertikalen Abstand zwischen Ober- und Unterkiefer bei korrekter Okklusion der Zähne. Eine korrekte VDO führt zu einem natürlichen Aussehen von Nase, Lippen und Kinn. Ein übermäßiger VDO lässt den Eindruck entstehen, dass der Mund des Patienten überfüllt ist, was häufig verhindert, dass sich die Lippen an den Rändern schließen. Ein VDO-Mangel erweckt den Eindruck eines zusammengefallenen Mundes, wobei das Kinn zu nah an der Nase liegt und die Mundwinkel nach unten gerichtet sind.

Während der Herstellung der Grundplatte muss Ihr Techniker möglicherweise alle Hinterschnitte am Meistermodell ausblocken, um einen Bruch zu verhindern. Dies kann dazu führen, dass die Grundplatte beim Einprobieren leicht locker sitzt. In solchen Fällen kann zur Verbesserung der Stabilität eine kleine Menge Prothesenhaftmittel verwendet werden. Sobald die Prothese bearbeitet ist, ist die Passform präzise.

SCHRITT 1

Messen Sie vor dem Einprobieren der Bissränder den VDO des Patienten. Wenn der Patient bereits Zahnersatz hat, markieren Sie Nase und Kinn und notieren Sie den Abstand zwischen ihnen. Schätzen Sie bei zahnlosen Patienten oder solchen mit abgenutztem Zahnersatz den VDO ab und passen Sie die Wachsränder nach Bedarf an, bis das gewünschte vertikale Maß erreicht ist.


SCHRITT 2

Beurteilen Sie die Lippenunterstützung, indem Sie das Profil des Patienten beobachten. Die Vorderkante des oberen Wachsrandes sollte mit der voraussichtlichen Position der oberen Schneidekanten übereinstimmen. Bitten Sie den Patienten, mit angebrachten Felgen zu sprechen, um sich zu vergewissern, dass die Kante ein angenehmes Sprechen und eine ästhetische Darstellung der Zähne ermöglicht – besonders wichtig bei der Pflege von Beziehungen der Klasse II oder III. Modifizieren Sie das Wachs nach Bedarf, um die richtige Position der Inzisalkante zu erreichen.


SCHRITT 3

Überprüfen Sie die Okklusionsebene, indem Sie sicherstellen, dass der obere Wachsrand von einer Seite zur anderen eben ist. Wenn der Patient lächelt, sollte die Schneidekante gleichmäßig entlang der Lippenlinie sichtbar sein. Wenn Anpassungen erforderlich sind, markieren Sie die korrigierte Ebene, indem Sie das Wachs einritzen oder eine Linie zeichnen. Geben Sie die Mittellinie an, indem Sie die genaue Mitte des Gesichts des Patienten markieren. Markieren Sie außerdem die ungefähren Eckzahnpositionen, die normalerweise mit den ruhenden Lippenwinkeln übereinstimmen. Zeichnen Sie beim Lächeln die Lippenlinie auf – diese dient als Leitfaden für die Zahnauswahl und -platzierung. Tragen Sie nach Abschluss der Messungen Abformmaterial auf den unteren Wachsrand auf und führen Sie den Patienten in die zentrische Relation.



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